Brettach

Abteilungsleitung

Abteilungskommandant Brettach
Klaus Hosenberg
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Stellv. Abteilungskommandant Brettach
Michael Keller
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Übungstermine


Chronik

Das Leben im Weiler Brettach war stets eng mit der Ganerbenburg Maienfels verbunden. 1427 teilten sich folgende Ganerben in den Besitz unseres Ortes: Endres von Weiler, Bernold von Urbach, Erpf von Venningen, Schwigger von Sickingen und Heinrich von Remchingen. Im ausgehenden Mittelalter war die Burg Maienfels ein berüchtigtes Raubritternest. 1441 wurde deshalb die Burg von einem Heer der Reichstädte belagert und schließlich zerstört. Damals hatte auch unser Dörflein viel Schlimmes durchzumachen. 1580 gehörte der Ort zu einem Drittel den Herren von Weiler und zu zwei Drittel den Herren von Gemmingen. Diese Herrschaftsverhältnisse bestimmten dann bis zum Anschluß des Maienfelser Burgfriedens an das Königreich Württemberg das Schicksal der Brettacher. Der südlichste Ortsteil der Gemeinde hatte damit eine völlig andere geschichtliche Entwicklung als die hohenlohischen Dörfer Adolzfurt, Geddelsbach und Unterheimbach oder die württembergischen Amtsflecken im Norden und Westen des Gemeindegebietes. Welche Auswirkungen diese Tatsache auf das örtliche Feuerwehrwesen hatte, läßt sich nur vermuten. Es ist aber anzunehmen, daß in einem so winzigen Herrschaftsgebiet wie dem Maienfelser Burgfrieden die ordnende Hand des württembergischen Beamtenapparats fehlte.

Ebenso wie die Ortschaft hat auch die hiesige Feuerwehr ihre Tradition. Viel ist allerdings nicht mehr bekannt. Vor dem Zweiten Weltkrieg wurde mit einem Handkarren, auf dem sich zwei Haspeln mit Schläuchen, ein Standrohr und sonstige Gerätschaften befanden, geübt und wenn notwendig gelöscht. Das “Feuerwehrmagazin” befand sich zu dieser Zeit im Haus Rössler. Die Feuerwehr in einem Privathaus war sicherlich etwas Besonderes für ganz Hohenlohe und darüber hinaus.

Nach dem Krieg wurde dann von der Gemeinde Maienfels, zu der Brettach damals gehörte, ein kleines Feuerwehrgerätehaus gebaut. Seit 1977 ist Brettach ein Teilort der Gemeinde Bretzfeld, nachdem es durch die Gemeindereform 1975 zwei Jahre lang der Gemeinde Wüstenrot im Landkreis Heilbronn zugeschlagen worden war. Jetzt endlich erhielt die Abteilung Brettach einen Tragkraftspritzenanhänger und konnte so ihrem Auftrag besser als seither nachkommen.

Die Feuerwehrübungen und Feuerwehreinsätze wurden bis Ende der siebziger Jahre durch einen “Hornisten” angekündigt, der durch die Ortschaft rannte. Auch dieses Alarmierungssystem dürfte zu dieser Zeit eine Seltenheit gewesen sein. Heute hat allerdings auch in Brettach eine Sirene diese wichtige “Arbeit” übernommen.

Dass die Feuerwehr im kleinen Brettach einen besonderen Stellenwert genießt. Sie spielt im Dorfalltag neben dem Gesangverein und den Landfrauen eine tragende Rolle. Das bewies sie auch beim Bau des Brettacher Gemeindehauses.

Baustelle “Brettacher Gemeindehaus”
Abt. Brettach